Naht der Sommer, denkt der Literaturleser plötzlich wieder an Klagenfurt, an die Tage der deutschsprachigen Literatur, die in diesem Jahr am Abend des 6. Juli im ORF-Theater eröffnet werden. Gelesen und diskutiert wird von 7. bis 9. Juli. Die diesjährigen Teilnehmer stehen bereits fest. Akkreditierung ist schon möglich. Folgende Schriftsteller stellen sich dem Wettbewerb, den 34. Bachmann-Preis gewann Peter Wawerzinek für einen Auszug aus seinem autobiografischen Roman „Rabenliebe. Eine Erschütterung“ (Galiani Verlag):
- Antonia Baum, geboren 1984 in Borken, lebt in Berlin. Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte. Veröffentlichte Kurzgeschichten in der Wochenzeitung Der Freitag und bei Zeitonline. Veröffentlichungen: „Angst“ (2008), „Kaarsten“ (2008), „Ich bekomme keine Luft“ (2009), „Internet Amen“ (2009), „Im öffentlichen Bett“ (2010). Stipendiatin der FAZIT-Stiftung.
- Michel Božiković , geboren 1971 in Zürich, lebt in Zürich. Studium der Philosophie, Politologie und Publizistik in Konstanz und Zürich. 2006 – 2008 Executive MBA Nachdiplomstudium in Zürich, Yale & Fudan. 2000 – 2006 eigenes Tonstudio/Plattenlabel und interimistische Leitung eines Verlags. Er schrieb Drehbücher, war Skipper und Barkeeper und arbeitet seit 1992 hauptsächlich als Texter/Konzepter in der Werbung. Michel Božiković schreibt derzeit an seinem zweiten Werk. Sein Debutroman DRIFT wird im Herbst 2011 bei Klett-Cotta erscheinen.
- Nina Bußmann, geboren 1980 in Frankfurt/Main, lebt in Berlin. Studium der Komparatistik und Philosophie in Berlin und Warschau. Alfred-Döblin-Stipendium 2009, Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, zum Beispiel „Ordnung“ in: la mer gelée (2006), „Der Baum“ in: lauter niemand/no man’s land (2006), „Nachsaison“ in: open mike. Allitera (2007), „Herr Paul“ in: open mike. Allitera (2008).
- Gunther Geltinger, geboren 1974 in Erlenbach, lebt in Köln. Studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und als Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Autor von Drehbüchern, Hörstücken und Prosa. Geltinger nahm an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil und erhielt verschiedene Stipendien, u.a. das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln, das Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin, ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW, Aufenthaltsstipendien in den Künstlerhäusern Edenkoben und Schreyahn sowie das Heinrich-Heine-Stipendium der Stadt Lüneburg. 2011 Inselschreiber auf Sylt.
- Maja Haderlap, geboren 1961 in Bad Eisenkappel, lebt in Klagenfurt. Studium der Theaterwissenschaften und der Deutschen Philologie an der Universität Wien. Dramaturgie- und Produktionsassistentin in Triest und in Ljubljana. Autorin von Gedichten und Essays, etwa „Žalik pesmi“ (1983), „Bajalice“ (1987), „Gedichte Pesmi Poems“ (1998). Hubert-Burda-Preis für Lyrik 2004. Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2006/2007. Projektstipendium für Literatur 2008/2009. Staatsstipendium für Literatur 2009/2010.
- Thomas Klupp, geboren 1977 in Erlangen, lebt in Berlin. Studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim und arbeitet seit 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Literaturinstitut. Romandebüt mit „Paradiso“ (2009). Rauriser Literaturpreis 2010.
- Steffen Popp, geboren 1978 in Greifswald, lebt in Berlin. Studium in Dresden, Leipzig und Berlin. Veröffentlichte Gedichte und den Roman „Ohrenberg oder der Weg Dorthin“ (2006). Leonce-und-Lena-Preis 2011. Initiator und Mitherausgeber des Poetik-Projekts Helm aus Plox. Zur Theorie desschlechtesten Werkzeugs. MA Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin. Derzeit literaturwissenschaftliche Promotion an der Freien Universität Berlin. Arbeit am zweiten Roman. Lesungen. Teilnahme an europäischen und internationalen Literaturfestivals, Übersetzungswerkstätten der Literaturwerkstatt Berlin in Budapest, Amsterdam und Berlin. Vorträge, Seminare etc. für verschiedene Institutionen. Arbeitsstipendium des Berliner Senats 2011.
- Anna Maria Praßler, geboren 1983 in Lauingen, lebt in Berlin. Studium der Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft sowie Psychologie in Berlin, Los Angeles und Bologna, anschließend Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg. Entwickelt Drehbücher für Kino- und Fernsehfilme und schreibt Prosa. 2008 veröffentlichte sie eine wissenschaftliche Arbeit über die Narration und Ästhetik des neueren Hollywoodfilms. Der Film FÜR MIRIAM, die Verfilmung ihres Debütdrehbuchs, feierte 2009 auf der Berlinale Premiere.
- Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt in Wien. 1993-1996 Studium an der Dolmetschuniversität Wien. 1998 – 2006 Studium an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Diplom 2006, Schwerpunkt Malerei und Philosophie. Veröffentlichte Theatertexte, Essays und ihren Debütroman „Spaltkopf“ (2008).
- Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt/Main, lebt in Berlin. Magisterstudium in Gießen, Diplomstudium in Hildesheim, Erasmusstudium in London. Veröffentlichte Drehbücher, Kurzgeschichten, Romane. Sein Romandebüt „Leuchtspielhaus“ (2009) wurde als „experimentelles Generationenbuch“ bewertet und mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Im August 2011 wird im BerlinVerlag sein zweiter Roman erscheinen: Schimmernder Dunst über CobyCounty.
- Linus Reichlin, geboren 1957 in Aarau, lebt in Berlin. Schrieb zunächst Kolumnen und Reportagen, für die er mehrere Preise, darunter den Ben Witter-Preis der ZEIT und den Zürcher Journalistenpreis erhielt. Heute arbeitet Reichlin als freier Schriftsteller. Deutscher Krimi Preis 2009 für „Die Sehnsucht der Atome“.
- Anne Richter, geboren 1973 in Jena, lebt in Heidelberg. Studium der Romanistik und Anglistik in Jena, Oxford und Bologna. Veröffentlichte Prosa und Essays in Zeitschriften. Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2011.
- Maximilian Steinbeis, geboren 1970 in München, lebt in Berlin. Als Jurist und Journalist (1999 – 2008 Redakteur und Korrespondent des Handelsblatts, 2009 Gründung des Verfassungsblogs) schreibt er Essays, Artikel und Reportagen zu rechts- und verfassungspolitischen Themen. Erste literarische Texte entstanden 1995. Sein Roman Pascolini, eine groteske Räuber-Biographie im Nachkriegs-Oberbayern, erschien 2010 im Aufbau Verlag.
- Daniel Wisser, geboren 1971 in Klagenfurt, lebt in Wien. Seit 1990 verfasst er Prosa, Lyrik und radiophone Werke und ist als Herausgeber und Verleger zeitgenössischer Literatur tätig. Veröffentlichte Prosa, Lyrik und Radiotexte. Romandebüt „Doppelergasse acht“ 2003.
Die diesjährige Jury besteht aus 7 Mitgliedern: Burkhard Spinnen (Münster), Meike Feßmann (Berlin), Paul Jandl (Salzburg), Hildegard E. Keller (Bloomington/Zürich), Daniela Strigl (Wien), Alain Claude Sulzer (Basel) und Hubert Winkels (Düsseldorf). Die Veranstaltung moderiert Clarissa Stadler (Mitarbeiterin der Kulturredaktion im ORF-Fernsehen).