Tag Archives: 11. September

Hölderlin-Literaturpreis, Ruhrpott, Welt, Raum, Poesie

Arno Geiger nimmt am Sonntag, 5. Juni, um 11 Uhr im Kurtheater der Stadt Band Homburg den diesjährigen Hölderlin-Literaturpreis der Stadt in einer festlichen Matinée entgegen. Den Förderpreis erhält die Lyrikerin und Verlegerin Daniela Seel.

Der Friedrich-Hölderlin-Preis wird jährlich verliehen in Gedenken an den zweimaligen Aufenthalt des Dichters in der damaligen Landgrafenresidenz Homburg. Hölderlin lebte von 1798 bis 1800 und von 1804 bis 1806 in der Stadt, vollendete den „Hyperion“ und schrieb wichtige Gedichte. Der Preis wird 2011 zum 30. Mal verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Förderpreis ist mit 7.500 Euro ausgestattet. Geiger ist der erste Schriftsteller, dem nach einem Förder- nun auch der Hauptpreis zuerkannt wird. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung Geigers seit der Verleihung des Förderpreises im Jahr 2005 und hob in besonderer Weise seine erzählerische Leistung in dem jüngst erschienenen Buch „Der alte König in seinem Exil“ (Hanser Verlag) hervor.

Zu den Geheimtipps der jüngeren Lyrik gehören die Gedichte der diesjährigen Förderpreisträgerin Daniela Seel. Sie veröffentlichte ihr Werk bisher in zahlreichen Anthologien sowie in Zeitungen und Zeitschriften. Inzwischen ist ihr erster eigener Gedichtband unter dem Titel „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ im Verlag kookbooks _ Reihe Lyrik _ Band 22 erscheinen. Die Jury fand, dass ist “ein Buch, dessen Texte Sensibilität im Wortsinn vorführen, Sinnlichkeit bis in die feinsten Nuancen erkunden. Daniela Seels Lyrik verfährt kompromisslos auf höchstem ästhetischem Niveau, vermeidet jede falsche Feierlichkeit und spielt das komplizierte poetische Spiel mit der Sprache viel lieber mit ernster Leichtigkeit und aller Lust zum Experiment. Neben der herausragenden Poetin würdigt die Jury auch die verlegerische Tätigkeit Daniela Seels. Sie ist wahrlich eine ‚möglich Macherin’ zeitgenössischer Lyrik.”

abc

Frida Thurm interviewte Leif Randt, Teilnehmer beim diesjährigen Bachmannpreis, der sich über junge Literatur, Großstadtgeschichten und seine Lesung auf dem Prosanova-Festival in Hildesheim äußert. Im August 2011 erscheint im Berlin Verlag sein zweiter Roman Schimmernder Dunst über CobyCounty.

Zeit Online

Der serbo-amerikanische Dichter Charles Simic wurde vor vierzehn Tagen für sein Lebenswerk auf dem 50. Poesie-Festival Sarajevo geehrt. Nora Gomringer schrieb für die NZZ einen Artikel über das Festival, an dem dieses Jahr 123 Dichter teilnahmen.

NZZ

Gibt Frank Goosen ein Interview, geht es immer auch um Fußball, um seinen VFL Bochum, um das Leben im Ruhrgebiet, so auch im Interview mit dem FAZ.Net. Zur Zeit ist er in Deutschland auf Lesereise, um aus seinem neuesten Buch “Radio Heimat” (Eichborn Verlag) vorzutragen.

 

Der in Berlin lebende Schriftsteller Thomas Lehr las vor ein paar Tagen in Gottlieben (Thurgau) aus seinen Roman „September. Fata Morgana“(Das Buch war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, Hanser Verlag) und gab dem Südkurier ein Interview.

Südkurier

„welt raum poesie“
14. Hausacher LeseLenz
1. – 7. Juni 2011

“Wer kommt schon an, wo er hinwollte” lautet der Titel der offiziellen LeseLenz-Eröffnung am Freitag, 3. Juni, um 20 Uhr in der Stadthalle Hausach. Hier stellt Michael Krüger seine Lyrik vor, eingeführt von Tzveta Sofronieva.

“Michael Krüger ist ein außergewöhnlicher ›homme de lettres‹, ein schriftstellerisches Urgestein in der Literaturlandschaft, ein exzellenter Lyriker, dem es gelingt, ›Worte anzuheuern, welche Natur, Welt und ihn und uns selber zur Sprache bringen‹”, würdigen José F. A. Oliver und die Süddeutsche Zeitung den Autor. Krüger, so Oliver weiter, sei “ein Romancier erster Güte und als Leiter des Hanser-Verlages einer der großen Verlegerpersönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum”. Er gibt sowohl die Literaturzeitschrift “Akzente” als auch die “Edition Akzente” heraus und wurde vielfach ausgezeichnet, 2010 mit dem Joseph-Breitbach-Preis. “Mein Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, dass ein Tag ohne die Lektüre eines Gedichts ein verlorener Tag ist”, verkündet Krüger.

schwarzwaelder-bote.de