Category Archives: Schriftsteller-heute

Hölderlin-Literaturpreis, Ruhrpott, Welt, Raum, Poesie

Arno Geiger nimmt am Sonntag, 5. Juni, um 11 Uhr im Kurtheater der Stadt Band Homburg den diesjährigen Hölderlin-Literaturpreis der Stadt in einer festlichen Matinée entgegen. Den Förderpreis erhält die Lyrikerin und Verlegerin Daniela Seel.

Der Friedrich-Hölderlin-Preis wird jährlich verliehen in Gedenken an den zweimaligen Aufenthalt des Dichters in der damaligen Landgrafenresidenz Homburg. Hölderlin lebte von 1798 bis 1800 und von 1804 bis 1806 in der Stadt, vollendete den „Hyperion“ und schrieb wichtige Gedichte. Der Preis wird 2011 zum 30. Mal verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Förderpreis ist mit 7.500 Euro ausgestattet. Geiger ist der erste Schriftsteller, dem nach einem Förder- nun auch der Hauptpreis zuerkannt wird. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung Geigers seit der Verleihung des Förderpreises im Jahr 2005 und hob in besonderer Weise seine erzählerische Leistung in dem jüngst erschienenen Buch „Der alte König in seinem Exil“ (Hanser Verlag) hervor.

Zu den Geheimtipps der jüngeren Lyrik gehören die Gedichte der diesjährigen Förderpreisträgerin Daniela Seel. Sie veröffentlichte ihr Werk bisher in zahlreichen Anthologien sowie in Zeitungen und Zeitschriften. Inzwischen ist ihr erster eigener Gedichtband unter dem Titel „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ im Verlag kookbooks _ Reihe Lyrik _ Band 22 erscheinen. Die Jury fand, dass ist “ein Buch, dessen Texte Sensibilität im Wortsinn vorführen, Sinnlichkeit bis in die feinsten Nuancen erkunden. Daniela Seels Lyrik verfährt kompromisslos auf höchstem ästhetischem Niveau, vermeidet jede falsche Feierlichkeit und spielt das komplizierte poetische Spiel mit der Sprache viel lieber mit ernster Leichtigkeit und aller Lust zum Experiment. Neben der herausragenden Poetin würdigt die Jury auch die verlegerische Tätigkeit Daniela Seels. Sie ist wahrlich eine ‚möglich Macherin’ zeitgenössischer Lyrik.”

abc

Frida Thurm interviewte Leif Randt, Teilnehmer beim diesjährigen Bachmannpreis, der sich über junge Literatur, Großstadtgeschichten und seine Lesung auf dem Prosanova-Festival in Hildesheim äußert. Im August 2011 erscheint im Berlin Verlag sein zweiter Roman Schimmernder Dunst über CobyCounty.

Zeit Online

Der serbo-amerikanische Dichter Charles Simic wurde vor vierzehn Tagen für sein Lebenswerk auf dem 50. Poesie-Festival Sarajevo geehrt. Nora Gomringer schrieb für die NZZ einen Artikel über das Festival, an dem dieses Jahr 123 Dichter teilnahmen.

NZZ

Gibt Frank Goosen ein Interview, geht es immer auch um Fußball, um seinen VFL Bochum, um das Leben im Ruhrgebiet, so auch im Interview mit dem FAZ.Net. Zur Zeit ist er in Deutschland auf Lesereise, um aus seinem neuesten Buch “Radio Heimat” (Eichborn Verlag) vorzutragen.

 

Der in Berlin lebende Schriftsteller Thomas Lehr las vor ein paar Tagen in Gottlieben (Thurgau) aus seinen Roman „September. Fata Morgana“(Das Buch war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, Hanser Verlag) und gab dem Südkurier ein Interview.

Südkurier

„welt raum poesie“
14. Hausacher LeseLenz
1. – 7. Juni 2011

“Wer kommt schon an, wo er hinwollte” lautet der Titel der offiziellen LeseLenz-Eröffnung am Freitag, 3. Juni, um 20 Uhr in der Stadthalle Hausach. Hier stellt Michael Krüger seine Lyrik vor, eingeführt von Tzveta Sofronieva.

“Michael Krüger ist ein außergewöhnlicher ›homme de lettres‹, ein schriftstellerisches Urgestein in der Literaturlandschaft, ein exzellenter Lyriker, dem es gelingt, ›Worte anzuheuern, welche Natur, Welt und ihn und uns selber zur Sprache bringen‹”, würdigen José F. A. Oliver und die Süddeutsche Zeitung den Autor. Krüger, so Oliver weiter, sei “ein Romancier erster Güte und als Leiter des Hanser-Verlages einer der großen Verlegerpersönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum”. Er gibt sowohl die Literaturzeitschrift “Akzente” als auch die “Edition Akzente” heraus und wurde vielfach ausgezeichnet, 2010 mit dem Joseph-Breitbach-Preis. “Mein Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, dass ein Tag ohne die Lektüre eines Gedichts ein verlorener Tag ist”, verkündet Krüger.

schwarzwaelder-bote.de

 

 

 

Kuratoriumssitzung Deutscher Literaturfonds e.V.

Der Deutsche Literaturfonds e.V. hat am 23. und 24. Mai 2011 getagt und Stipendien für folgende SchriftstellerInnen vergeben:

Stephanie Bart (für ein Romanprojekt)
Nora Bossong (für ein Romanprojekt)
Martina Dierks (für ein Jugendromanprojekt)
Marcus Jensen (für ein Romanprojekt)
Felicitas Hoppe (für ein Romanprojekt)
Michael Kleeberg (für ein Romanprojekt)
Steffen Popp (für ein Lyrikprojekt)
Jens Sparschuh (für ein Romanprojekt)
Ulf Stolterfoht (für ein Lyrikprojekt)
Uda Strätling (für ein Übersetzungsprojekt)

Projektzuschüsse wurden vergeben an:

Am Erker. Zeitschrift für Literatur, Ausgaben 61 und 62/2011.
Literaturwerkstatt Berlin: Lyrikline.org 2011
Straelener Manuskripte Verlag für die Übersetzung “I Wandered Lonely as a Cloud” von William Wordsworth
Verlag für Berlin-Brandenburg: Herausgabe der Berliner Briefe von Alfred Kerr

Die nächste Kuratoriumssitzung findet am 7. und 8. November 2011 statt.

Feria del Libro, im Netz, Heimrad-Bäcker-Preis, Hausach

Deutschland ist das offizielle Gastland der Messe «Feria del Libro» im Madrider Retiro-Park.Die Buchmesse wurde am Freitag eröffnet und dauert bis zum 12. Juni 2011. Auftreten werden dort u.a. Hans Magnus Enzensberger, Kathrin Schmidt, David Safier, Christian Schünemann,Volker Kutscher, Rüdiger Safranski, Clemens Meyer, Volker Braun.

Peter Glaser fragt sich, was das dauerhafte Verharren im Netz, die Facebook- und Twitter-Timeline, mit der Realität macht und empfindet Mark Zuckerbergs Facebook als “moderne Form von Totalitarismus”, in die sich der Mensch natürlich nicht bedingungslos hineinziehen lassen sollte.

heise.de

Nach Karsten Krampitz zog Anfang Mai Peter Wawerzinek als Stadtschreiber in das Schriftsteller-Atelier des Europahauses Klagenfurt ein. Das Stadtschreiber-Stipendium beträgt 5.000 Euro und ist mit einem fünfmonatigen Arbeitsaufenthalt in Klagenfurt verknüpft, wird ab sofort jährlich an den Publikumspreisträger der “Tage der deutschsprachigen Literatur” vergeben. Wawerzinek ist Träger des Berliner Kritikerpreises für Literatur (1991), Träger des Hörspielpreises der Berliner Akademie der Künste (1993) und Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises und des gleichnamigen Publikumspreises (2010), der ihm nun das Amt des Stadtschreibers eingebracht hat.

Die französische Schriftstellerin Marie-Aude Murail im Gespräch mit Tanya Lieske über das Schreiben, Humor und ihre Romane.

Murail: Ich schreibe für die Erwachsenen, die noch Kind geblieben sind. So wie Antoine de Saint-Excupéry, der seinen kleinen Prinzen mit folgender Widmung versehen hat: “Für Léon Werth, als er noch ein kleiner Junge war.” Ich schreibe also für alle, die sich erinnern, und die in sich das Herz eines Jugendlichen tragen. Ich mache keine Unterschiede zwischen meinen Lesern! Mittlerweile gibt es auch Erwachsene, die mit meinen Büchern groß geworden sind. Früher habe ich, wenn ich in Paris auf der Buchmesse gelesen habe, zu meinen Lesern hinabgeschaut, heute muss ich aufblicken.

dradio.de

Ulf Stolterfoht wurde der Heimrad-Bäcker-Preis 2011 zugesprochen, der Förderpreis geht an Petra Coronato. Die mit 8.000 bzw. 3.500 Euro dotierten Auszeichnungen werden am 9. Juni im Adalbert-Stifter-Haus in Linz vergeben.

“Ulf Stolterfoht hat mit seinem bisherigen literarischen Werk der experimentellen Literatur einen neuen Weg gewiesen. Seine Bände ‘fachsprachen’ sind zugleich Summe, Fortschreibung und Neudefinition einer auf Montage und Sprachthematisierung setzenden Literatur. Stolterfohts Gedichte sind Forschungen am Bedeutungsprozess, sie führen vor, wie referenzfreie sprachliche Gebilde durch unausweichliche Kognitionsleistungen in Verstehen münden”, so die Begründung der Jury (Franz Josef Czernin, Thomas Eder und die letztjährige Preisträgerin Brigitta Falkner).

Wikipedia

Auf zehnseiten.de liest Tina Uebel aus ihrem vierten Roman “Last Exit Volksdorf” (C.H.Beck), der nun in einer Neuausgabe endlich lieferbar ist.

Die LeseLenz-Stipendien der Neumayer-Stiftung und der Stadt Hausach für das Jahr 2011 sind vergeben.

Monique Schwitter wird von Juli bis Oktober 2011 im Molerhiisle in Hausach ihr Domizil beziehen und Kathleen Weise in der Zeit zwischen Oktober und Dezember dieses Jahres.

Die offizielle Begrüßung der beiden Stadtschreiberinnen 2011 findet am Mittwoch, 1. Juni 2011, am Vorabend des 14. Hausacher LeseLenzes, im Sitzungssaal des Rathauses statt.

Hausacher Stadtschreiber 2011

 

 

35. Tage der deutschsprachigen Literatur 2011

Naht der Sommer, denkt der Literaturleser plötzlich wieder an Klagenfurt, an die Tage der deutschsprachigen Literatur, die in diesem Jahr am Abend des 6. Juli im ORF-Theater eröffnet werden. Gelesen und diskutiert wird von 7. bis 9. Juli. Die diesjährigen Teilnehmer stehen bereits fest. Akkreditierung ist schon möglich. Folgende Schriftsteller stellen sich dem Wettbewerb, den 34. Bachmann-Preis gewann Peter Wawerzinek für einen Auszug aus seinem autobiografischen Roman „Rabenliebe. Eine Erschütterung“ (Galiani Verlag):

- Antonia Baum, geboren 1984 in Borken, lebt in Berlin. Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte. Veröffentlichte Kurzgeschichten in der Wochenzeitung Der Freitag und bei Zeitonline. Veröffentlichungen: „Angst“ (2008), „Kaarsten“ (2008), „Ich bekomme keine Luft“ (2009), „Internet Amen“ (2009), „Im öffentlichen Bett“ (2010). Stipendiatin der FAZIT-Stiftung.

- Michel Božiković , geboren 1971 in Zürich, lebt in Zürich. Studium der Philosophie, Politologie und Publizistik in Konstanz und Zürich. 2006 – 2008 Executive MBA Nachdiplomstudium in Zürich, Yale & Fudan. 2000 – 2006 eigenes Tonstudio/Plattenlabel und interimistische Leitung eines Verlags. Er schrieb Drehbücher, war Skipper und Barkeeper und arbeitet seit 1992 hauptsächlich als Texter/Konzepter in der Werbung. Michel Božiković schreibt derzeit an seinem zweiten Werk. Sein Debutroman DRIFT wird im Herbst 2011 bei Klett-Cotta erscheinen.

- Nina Bußmann, geboren 1980 in Frankfurt/Main, lebt in Berlin. Studium der Komparatistik und Philosophie in Berlin und Warschau. Alfred-Döblin-Stipendium 2009, Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, zum Beispiel „Ordnung“ in: la mer gelée (2006), „Der Baum“ in: lauter niemand/no man’s land (2006), „Nachsaison“ in: open mike. Allitera (2007), „Herr Paul“ in: open mike. Allitera (2008).

- Gunther Geltinger, geboren 1974 in Erlenbach, lebt in Köln. Studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und als Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Autor von Drehbüchern, Hörstücken und Prosa. Geltinger nahm an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil und erhielt verschiedene Stipendien, u.a. das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln, das Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin, ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW, Aufenthaltsstipendien in den Künstlerhäusern Edenkoben und Schreyahn sowie das Heinrich-Heine-Stipendium der Stadt Lüneburg. 2011 Inselschreiber auf Sylt.

- Maja Haderlap, geboren 1961 in Bad Eisenkappel, lebt in Klagenfurt. Studium der Theaterwissenschaften und der Deutschen Philologie an der Universität Wien. Dramaturgie- und Produktionsassistentin in Triest und in Ljubljana. Autorin von Gedichten und Essays, etwa „Žalik pesmi“ (1983), „Bajalice“ (1987), „Gedichte Pesmi Poems“ (1998). Hubert-Burda-Preis für Lyrik 2004. Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2006/2007. Projektstipendium für Literatur 2008/2009. Staatsstipendium für Literatur 2009/2010.

- Thomas Klupp, geboren 1977 in Erlangen, lebt in Berlin. Studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim und arbeitet seit 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Literaturinstitut. Romandebüt mit „Paradiso“ (2009). Rauriser Literaturpreis 2010.

- Steffen Popp, geboren 1978 in Greifswald, lebt in Berlin. Studium in Dresden, Leipzig und Berlin. Veröffentlichte Gedichte und den Roman „Ohrenberg oder der Weg Dorthin“ (2006). Leonce-und-Lena-Preis 2011. Initiator und Mitherausgeber des Poetik-Projekts Helm aus Plox. Zur Theorie desschlechtesten Werkzeugs. MA Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin. Derzeit literaturwissenschaftliche Promotion an der Freien Universität Berlin. Arbeit am zweiten Roman. Lesungen. Teilnahme an europäischen und internationalen Literaturfestivals, Übersetzungswerkstätten der Literaturwerkstatt Berlin in Budapest, Amsterdam und Berlin. Vorträge, Seminare etc. für verschiedene Institutionen. Arbeitsstipendium des Berliner Senats 2011.

- Anna Maria Praßler, geboren 1983 in Lauingen, lebt in Berlin. Studium der Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft sowie Psychologie in Berlin, Los Angeles und Bologna, anschließend Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg. Entwickelt Drehbücher für Kino- und Fernsehfilme und schreibt Prosa. 2008 veröffentlichte sie eine wissenschaftliche Arbeit über die Narration und Ästhetik des neueren Hollywoodfilms. Der Film FÜR MIRIAM, die Verfilmung ihres Debütdrehbuchs, feierte 2009 auf der Berlinale Premiere.

- Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt in Wien. 1993-1996 Studium an der Dolmetschuniversität Wien. 1998 – 2006 Studium an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Diplom 2006, Schwerpunkt Malerei und Philosophie. Veröffentlichte Theatertexte, Essays und ihren Debütroman „Spaltkopf“ (2008).

- Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt/Main, lebt in Berlin. Magisterstudium in Gießen, Diplomstudium in Hildesheim, Erasmusstudium in London. Veröffentlichte Drehbücher, Kurzgeschichten, Romane. Sein Romandebüt „Leuchtspielhaus“ (2009) wurde als „experimentelles Generationenbuch“ bewertet und mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Im August 2011 wird im BerlinVerlag sein zweiter Roman erscheinen: Schimmernder Dunst über CobyCounty.

- Linus Reichlin, geboren 1957 in Aarau, lebt in Berlin. Schrieb zunächst Kolumnen und Reportagen, für die er mehrere Preise, darunter den Ben Witter-Preis der ZEIT und den Zürcher Journalistenpreis erhielt. Heute arbeitet Reichlin als freier Schriftsteller. Deutscher Krimi Preis 2009 für „Die Sehnsucht der Atome“.

- Anne Richter, geboren 1973 in Jena, lebt in Heidelberg. Studium der Romanistik und Anglistik in Jena, Oxford und Bologna. Veröffentlichte Prosa und Essays in Zeitschriften. Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2011.

- Maximilian Steinbeis, geboren 1970 in München, lebt in Berlin. Als Jurist und Journalist (1999 – 2008 Redakteur und Korrespondent des Handelsblatts, 2009 Gründung des Verfassungsblogs) schreibt er Essays, Artikel und Reportagen zu rechts- und verfassungspolitischen Themen. Erste literarische Texte entstanden 1995. Sein Roman Pascolini, eine groteske Räuber-Biographie im Nachkriegs-Oberbayern, erschien 2010 im Aufbau Verlag.

- Daniel Wisser, geboren 1971 in Klagenfurt, lebt in Wien. Seit 1990 verfasst er Prosa, Lyrik und radiophone Werke und ist als Herausgeber und Verleger zeitgenössischer Literatur tätig. Veröffentlichte Prosa, Lyrik und Radiotexte. Romandebüt „Doppelergasse acht“ 2003.

Die diesjährige Jury besteht aus 7 Mitgliedern: Burkhard Spinnen (Münster), Meike Feßmann (Berlin), Paul Jandl (Salzburg), Hildegard E. Keller (Bloomington/Zürich), Daniela Strigl (Wien), Alain Claude Sulzer (Basel) und Hubert Winkels (Düsseldorf). Die Veranstaltung moderiert Clarissa Stadler (Mitarbeiterin der Kulturredaktion im ORF-Fernsehen).

Borowiak, Solothurner Literaturtage, Haus der Kulturen, erlesenTV

Schreiben, sagt Simon Borowiak (u.a. “Frau Rettich, die Czerni und ich”, “ALK”, “Pawlows Kinder”, “Ein Zug durch die Gemeinde”, “Wer wem wen”, “Schade um den schönen Sex”),sei für ihn manchmal reine Notwehr. Sein jüngstes Werk, den Roman “Du sollst eventuell nicht töten” hat er fristgerecht fertig, das Buch wird im Herbst im Eichborn Verlag erscheinen. Es ist Borowiaks fünftes Buch in sechs Jahren. Laut Programmvorschau “eine rabenschwarze Komödie voller unvergesslicher Dialoge, liebreizender Charaktere und fluoreszierender Glückshormone, wie sie nur ein Simon Borowiak schreiben kann.” Ein Ereignis. Birgit Ochs traf den Schriftsteller an einem schauderhaften Tag in Bad Malente.

Faz.Net

abc

Das Plakat 2011 gestaltet von Reto Wahlen, Solothurn

Das Plakat 2011 gestaltet von Reto Wahlen, Solothurn

Solothurner Literaturtage 2011 (3. 06. – 5. 06. 2011)

“Fakt & Fiktion” lautet das Motto der 33. Solothurner Literaturtage. Über siebzig Schriftsteller (u.a. Juri Andruchowytsch, Jürg Amann, Arno Geiger, Monika Helfer, Catalin Dorian Florescu, Zoë Jenny, Alberto Manguel, Barbara Köhler, Eva Menasse, Angelika Overath, Christian Uetz, Joseph Zoderer, Matthias Zschokke.) kann man an den drei Tagen in Solothurn öffentlich begegnen. Ein mehrsprachiger Blog begleitet die Literaturtage schon zehn Tage vor Beginn der Lesungen bis nach den Literaturtagen. Gesamtprogramm auf www.literatur.ch und www.literatur.ch/mobil

 

abc

 

 

 

Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2011

Mi 29.06.2011 | 20:00 h | Internationaler Literaturpreis

Zum dritten Mal ehren das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) eine herausragende literarische Stimme der Gegenwart und ihre Erstübersetzung ins Deutsche. Aus über 130 Titeln, übersetzt aus 24 Sprachen, von Autoren aus 52 verschiedenen Herkunftsländern hatte die diesjährige Jury zu wählen. Die Festrede hält Hanns Zischler; aus dem prämierten Werk liest Ulrich Matthes. Durch den Abend führt Luzia Braun.

Die Jury 2011/12

Susanne Stemmler, Marie Luise Knott, Stefan Weidner, Ilma Rakusa, Lothar Müller, Ramón García-Ziemsen, Claudia Kramatschek

Shortlist 2011

Folgende Autoren und ihre Übersetzer sind nominiert:

José Eduardo Agualusa: „Barroco tropical“

A1 Verlag 2011, aus dem Portugiesischen von Michael Kegler

Joanna Bator: „Sandberg“

Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Polnischen von Esther Kinsky

Edwidge Danticat: „Der verlorene Vater“

Edition Büchergilde 2010, aus dem Englischen von Susann Urban

Mathias Énard: „Zone“

Bloomsbury/Berlin-Verlag 2010 , aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller

Elias Khoury: „Yalo“

Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Arabischen von Leila Chammaa

Michail Schischkin: „Venushaar“

Deutsche Verlags-Anstalt 2011, aus dem Russischen von Andreas Tretner

Der Preis ist dotiert mit 35.000 Euro – anteilig 25.000 Euro für den Autor und 10.000 für den Übersetzer.

dw-world.de

abc

Autorenlesung auf erlesen.TV: Maiken Nielsen – Trampen. Durch die Welt mit Neugier und Glück. Erschienen ist das Buch im Corso Verlag. Maiken Nielsen wurde 1965 in Hamburg geboren. Seit 1996 ist sie beim NDR als Autorin und Reporterin tätig. Sie produzierte unter anderem zahlreiche Beiträge für das NDR-Fernsehen über das historische Hamburg

abc

Der Schriftsteller Aharon Appelfeld “fürchtet sich vor jedem falschen Wort.” Alle seine Romane seien eine “Suche nach der Kindheit, die mit fünf Jahren zu Ende ging”, sagte er in einem Gespräch. Und: “Ich verzweifle, also schreibe ich.” Gestern wurde Aharon Appelfeld im ORF in der Reihe Menschenbilder vorgestellt. Seine Bücher sind bei Rowohlt, Berlin erschienen.
ORF.at

abc

Max Frisch und seine Schreibmaschinen: Remington portable, Olivetti Lettera, Hermes-Baby, Butec 2000. Handschrift mochte er nicht, er liebte Maschinenschrift. Auf  Heinz Ludwig Arnolds Frage: «Gibt es Glücksgefühle beim Schreiben, an der Schreibmaschine?» antwortete Frisch: «Die grössten, die es gibt, ja.»
Tagesanzeiger.ch

abc

Eine Ausstellung im früheren Wohnhaus des Schriftstellers Erich Loest im mittelsächsischen Mittweida zeigt seit Sonntag auf 55 m² allerlei Requisiten aus dessen Leben. Zu sehen sind zudem zahlreiche Dokumente wie Verträge mit Verlagen, alte Pässe und Bücher des Autors («Nikolaikirche»). In dem Haus lebte Loest, der 1926 in Mittweida geboren wurde, von 1933 bis 1948. Die zum Teil von Loest selbst finanzierte Ausstellung, soll dauerhaft zu sehen sein. mdr.de

Zoff, Hustvedt, Petrarca Preis, Santiesteban, Dahl, Inspiration

 

Ein gespanntes Verhältnis zwischen Schriftsteller und Literaturkritiker ist nicht selten. Seit Wochen geht es im dänischen Literaturbetrieb, in Kopenhagen, besonders ungehobelt zu zwischen Männern dieser beiden Berufsgruppen; nach hitzigen Debatten drohte der Schriftsteller Ib Michael in seinem Blog dem Großkritiker Lars Bukdahl gar eine Tracht Prügel an. Das sorgte für viel Wirbel in den dänischen Medien. Peter Urban-Halle, der in der NZZ über die Auseinandersetzungen berichtet, öffnet dann auch noch die Schublade mit der Rolf Dieter Brinkmann Geschichte aus dem Herbst 1968. Ich sage nur: Maschinengewehr, Marcel Reich-Ranicki. (Politiken.dk)

 

Sascha Verna war zu Besuch bei Siri Hustvedt in Brooklyn, New York und hat sich mit ihr über ihren neuen Roman„Der Sommer ohne Männer“ (Rowohlt Verlag, wie die anderen Werke Hustvedts von Uli Aumüller aus dem Englischen übersetzt, 250 Seiten, 19,95 Euro.) unterhalten, den Siri Hustvedt ein „zutiefst ironisches kleines Buch“ nennt.

„Obgleich sie selber nie Bühnenträume hegte, sieht Siri Hustvedt Parallelen zwischen der Schauspielerei und dem Erfinden von Figuren: „Am Morgen vor dem Spiegel bin ich noch ich selbst. Aber dann schlüpfe ich in verschiedenen Rollen, die ich erst wieder ablege, wenn ich mein tägliches Schreibpensum erledigt habe.“ Das ist normalerweise um 15 Uhr der Fall.“

FR

 

Petrarca-Preis 2011

Für ihre überragende Bedeutung für die Literatur ihrer Heimat erhalten der Schotte John Burnside und der Kärtner Slowene Florjan Lipuš den von Hubert Burda gestifteten Petrarca-Preis. Die Preisverleihung findet im Juni statt. Mit der Auszeichnung soll die Arbeit europäischer Schriftsteller gewürdigt werden, die trotz ihrer Bedeutung für ihre heimatliche Literatur in Deutschland nicht ihrem Rang gemäß wahrgenommen wurden. Einstimmig hatten sich die Juroren Peter Hamm, Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Michael Krüger für Burnside und Lipuš ausgesprochen.

Mit John Burnside zeichnet die Jury 2011 einen Autor aus, der aktuell mit dem Buch „Lügen über meinen Vater“ auf sich aufmerksam macht. Mit ihm wird die ganz eigene schottische Poesie hervorgehoben. Florjan Lipuš wird für sein Romanwerk und als Vertreter der slowenisch geschriebenen Literatur in Kärnten geehrt. Die beiden Preisträger teilen sich den mit 20 000 Euro dotierten Preis, der im Juni verliehen wird.

Der Petrarca-Preis wurde bereits von 1975 bis 1995 an zeitgenössische Dichter und Übersetzer vergeben und sollte an die Geschichte der Poesie erinnern. 2010 knüpften Stifter und Jury nach zehn Jahren Hermann-Lenz-Preis an die Tradition an. Auf Schloss Salem erhielten die internationalen Autoren Erri de Luca und Pierre Michon im vergangenen Jahr die Auszeichnung für ihr literarisches Werk aus den Händen von Verleger Hubert Burda.

 

Paul Ingendaay traf in Havanna den begabten kubanischen Schriftsteller Ángel Santiesteban, einst mit Preisen gefördert und gelobt, darf der 1966 in Havanna geborene Santiesteban heute in seinem Land nicht mehr publizieren. Und dennoch: „Ich bin glücklich“, sagt er. „Ich schreibe für mich selbst. Jede Nacht. Ich fülle die Seiten und habe ein paar fertige Bücher in der Schublade, Erzählungen, Romane. Das ist der einzige Sinn, den ich in meinem Leben entdecken kann. Dafür bin ich auf der Welt. Um zu schreiben.“

Faz.Net

Der Literatur – und Theaterkritiker Jan Arnald, der seine Krimis unter dem Pseudonym Arne Dahl schreibt, war kürzlich zu Gast in Trier und stellte sein Buch „Opferzahl“ (bereits vor fünf Jahren in Schweden erschienen, aber das jüngste Buch in deutscher Übersetzung) vor.

„Aufschlussreich war vor allem die anschließende Diskussion, bei der Dahl einen Einblick in seine Arbeitsweise gab: Die Planung beginnt mit einem Mosaik aus gelben Haftnotizen auf dem Fußboden und nimmt rund fünf Monate in Anspruch. Die “Phase der Transpiration” nennt es der Autor, “bevor dann mit dem Schreiben die Phase der Inspiration beginnt.”“

volksfreund.de

 

 

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