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Prekäres Leben, Lessingtage, Kleist-Förderpreis

(Carsten Klook)Der Hamburger Autor Carsten Klook hat sich gegen den festen Job und für seine Bücher entschieden. Er erzählt im Interview mit Ilka Kreuzträger, warum er ein Leben mit Geldmangel vorzieht und wie in einem Oststeinbeker Supermarkt über Männer geredet wird. (taz)

Carsten Klook,1959 in Hamburg geboren, studierte Germanistik, arbeitete als freier Kulturjournalist (unter anderem für die taz), bekam zweimal den Literaturförderpreis der Stadt Hamburg und 2007 das Literaturstipendium des Künstlerhauses in Lauenburg an der Elbe. 2005 erschien sein erster Roman “Korrektor”. Sein neuer Roman “Stadt unter” ist im Textem Verlag erschienen. Hier das Cover, eine kurze Inhaltsangabe und erste Pressestimmen zum Buch.

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(Navid Kermani)Ein Treffen mit dem Kölner Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani, anlässlich der Lessingtage 2012 in Hamburg.(Hamburger Abendblatt) Navid Kermani hält den Eröffnungsvortrag zu den diesjährigen Lessingtagen.

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Marianna Salzmann Foto: Winfried Mausolf

Marianna Salzmann Foto: Winfried Mausolf

(Marianna Salzmann) Die Preisträgerin des 17. Kleist-Förderpreises für junge Dramatiker 2012 heißt Marianna Salzmann und wurde für ihr Stück „Muttermale Fenster blau“ ausgezeichnet.

Die 1985 in Wolgograd geborene und in Moskau aufgewachsene Marianna Salzmann siedelte 1995 nach Deutschland über. Sie studierte an der Universität Hildesheim Literatur, Theater und Medien. Marianna Salzmann studiert seit 2008 „Szenisches Schreiben“ an der Universität der Künste in Berlin. Sie publizierte ihre Kurz-theaterstücke in mehreren Magazinen und Zeitungen und übernahm Regie- und Dramaturgieassistenzen am Schauspielhaus Hannover sowie am Theaterhaus Jena. Eigene Regiearbeiten waren in Hannover und Hildesheim zu sehen. Sie ist Mitbegründerin des Kultur- und Gesellschaftsmagazins „freitext“. 2009 erhielt sie den exil-Dramatikerinnenpreis der Wiener Wortstätten für ihr Stück „Weißbrotmusik“.
Uraufführung von “Muttermale Fenster blau” ist am 20. Mai 2012 während der Ruhrfestspiele Recklinghausen. In Frankfurt (Oder) wird das Stück am Eröffnungsabend der Kleist-Festtage zu sehen sein. Das jährlich wiederkehrende Festival zu Ehren des in Frankfurt(Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist beginnt in diesem Jahr am 18. Oktober und hat seinen Abschluss am 21. Oktober.

 

Zeh, Dückers, Lenz

( Juli Zeh) 2007 erschien Juli Zehs erfolgreicher Roman SCHILF – eine Kriminalgeschichte, sehr spannend erzählt. Nun startet die Verfilmung von X Filme Creative Pool (»Good Bye, Lenin!«, »Das weiße Band«, »Drei«) am 8. März 2012 bundesweit in den deutschen Kinos. Unter Produzentin Manuela Stehr starteten 2011 die Dreharbeiten. Für die Hauptrollen standen Stipe Erceg (Oskar), Mark Waschke (Sebastian) und Bernadette Heerwagen (Maike) vor der Kamera. Gedreht wurde unter der Regie von Claudia Lehmann in Jena, Erfurt, Weimar (Thüringen) und Genf (Schweiz). X Verleih (Trailer) bringt den spannenden Thriller in die deutschen Kinos.

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(Tanja Dückers) Tanja Dückers schreibt in der SZ ein Kommentar über Berlins neue Hasskultur, Aggressionen gegen “Zugezogene” .

Tanja Dückers, Jahrgang 1968, Germanistin, Kunsthistorikerin, Autorin von Gedichten, Essays, Romanen und Erzählungen, Journalistin der FRANKFURTER RUNDSCHAU, der ZEIT und des Magazins BÜCHER, erhielt für ihre Bücher zahlreiche Stipendien und Preise. 2006 wurde sie vom Deutschen Historischen Museum zu den zehn wichtigsten Schriftstellern unter 40 und den 100 kreativsten Köpfen Deutschlands gewählt. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Vorgestern wurde ihr neuer Gedichtband “Fundbüros und Verstecke” (Schöffling & Co. Verlag, Leseprobe) ausgeliefert.  Vor genau einem Jahr erschien im gleichen Verlag ihr Roman “Hausers Zimmer”.

Nächste Lesung:

Berlin: Freitag, 09. März 2012, 10.00 Uhr
Tanja Dückers liest aus ihrem Werk
Kietzspinne FAS
Schulze-Boysen-Str. 38
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

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(Pedro Lenz) Heute wird Muhammad(«I am the greatest!I shook up the world!») Ali 70. Wieso er wirklich der Grösste war, erklärt Schriftsteller Pedro Lenz, der auch ein Stück über Ali geschrieben hat,in einem Interview mit Philippe Zweifel im Zürcher Tagers-Anzeiger.

Boxen gilt als Lieblingssportart der Literaten. Warum?
Lenz: Weil Boxen Literatur mit den Fäusten ist. Jeder Boxkampf hat einen Spannungsbogen, der dem literarischen Spannungsbogen gleicht.

«Tanze wi ne Schmätterling – Die Coiffeuse und der Boxer»Pedro Lenz (Homepage) arbeitet seit 2011 als freier Schriftsteller. Mit seinem Mundart-Roman «Der Goalie bin ig» wurde er 2010 für den Schweizer Buchpreis nominiert und gewann den Schillerpreis für Literatur der Deutschen Schweiz 2011. In seinem Buch «Tanze wi ne Schmätterling – Die Coiffeuse und der Boxer» widmete er sich Alis Besuch in Zürich im Jahr 1971.

 

 

Sommerfest, Requiem, Bestseller, Jahresstipendium

(Sommerfest mit Frank Goosen) Sommerfest, der neue Roman von Frank Goosen erscheint am 16. Februar bei Kiepenheuer & Witsch. Am 26. Januar feiert der Verlag mit dem Fachpublikum ab 20 Uhr im Gloria Theater in Köln ein kleines Sommerfest und lädt ein zur Vorab-Präsentation des neuen Buches mit Frank Goosen. Nehmen Sie am Gewinnspiel teil und gewinnen Sie 3×2 exklusive Gästelistenplätze.

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(A. F. Th. van der Heijden) Der niederländische Schriftsteller A. F. Th. van der Heijden widmet seinem verstorbenen Sohn ein Requiem. Roman Bucheli schreibt in der NZZ über A. F. Th. van der Heijden: Tonio. Ein Requiemroman. Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Suhrkamp-Verlag, Berlin 2011.

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(Paulo Coelho) Paulo Coelho stieg am 16.1.2012 mit seinem neuen Roman Aleph auf Platz 3 der Spiegel-Bestsellerliste ein. In Österreich und der Schweiz rangiert er bereits auf Platz 1. Aleph, am 3.1.2012 erschienen, behandelt die Fragen, ob wir unseren Träumen treu bleiben und das tun, was wir wirklich wollen. Auch als Hörbuch, gelesen von Sven Görtz. Paulo Coelhos Bücher wurden bisher in insgesamt 73 Sprachen übersetzt und verkauften sich weltweit über 135 Millionen Mal in mehr als 168 Ländern.

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(Bettina Balàka) Bettina Balàka erhielt das mit 10 000 Euro dotierte Salzburger Jahresstipendium für Literatur 2011! Balàkas Roman Kassiopeia, der im Frühjahr 2012 im Haymon Verlag erscheint, überzeugte die Jury. In ihrer Begründung wurde die sprachliche Sicherheit, “die es ihr erlaubt, Redundanzen aller Art zu vermeiden und in dichten Passagen eine Geschichte zu erzählen, in der, wie sie schreibt, ‘Literatur und Wahn einander durchdringen’” hervorgehoben.

Bettina Balàka © Tizza Covi

Bettina Balàka wurde 1966 in Salzburg geboren und lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Ihr Werk wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem mit dem Rauriser Förderpreis, dem Österreichischen Förderpreis für Literatur und dem Salzburger Lyrikpreis. Zuletzt erschien 2010 ihr Buch Auf offenem Meer. Erzählungen (Haymon Verlag), für das sie die Buchprämie 2010 des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur erhielt.

Schweizer Buchpreis 2011

Schweizer BuchpreisDie Nominierten des Schweizer Buchpreises sind

Monica Cantieni (‚Grünschnabel‘, Schöffling & Co.), Catalin Dorian Florescu (‚Jacob beschliesst zu lieben‘, Verlag C.H. Beck), Felix Philipp Ingold (‚Alias oder Das wahre Leben‘, Matthes & Seitz Berlin), Charles Lewinsky (‚Gerron‘, Verlag Nagel & Kimche‘) und Peter Stamm (‚Seerücken‘, S. Fischer Verlag) sind von der Fachjury für den Schweizer Buchpreis 2011 nominiert worden. Die fünf Werke verfügen nach Überzeugung der Jury über eine bemerkenswerte individuelle Qualität und sind eindrückliche Beispiele der Vielfältigkeit der aktuellen Schweizer Literatur.

60 Titel (2010: 69) standen dieses Jahr im Wettbewerb. Beteiligt haben sich 20 Verlage aus Deutschland (2010: 22), 17 aus der Schweiz (2010: 18) und 3 aus Österreich (2010: 2). 35 Titel sind im Frühjahr 2011 erschienen, 22 im Sommer 2011 und drei zwischen Oktober und Dezember 2010.

Die Bücher der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger Melinda Nadj Abonji (2010), Ilma Rakusa (2009) und Rolf Lappert (2008) erklommen die Bestsellerlisten. Rolf Lappert: 48‘000 verkaufte Exemplare (exklusiv Taschenbuch, Hörbuch und Buchclub) und 6 Übersetzungen, Ilma Rakusa: 25‘000 Exemplare und 7 Übersetzungen, Melinda Nadj Abonji: 114‘000 Exemplare und 12 Übersetzungen. Davon profitierte der Handel und viele Leserinnen und Leser konnten literarische Entdeckungen machen. Der Schweizer Buchpreis leistet damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass herausragende neue Bücher von Schweizer Autorinnen und Autoren die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen gebührt.

Der Jury für den Schweizer Buchpreis 2011 gehören an: Andreas Isenschmid, Alexandra Kedves, Christine Lötscher, Hans Ulrich Probst und Thomas Strässle.

1. Magus-Preis an Franz Josef Czernin

Franz Josef Czernin

Franz Josef Czernin

Die GWK-Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit zeichnet den österreichischen Dichter Franz Josef Czernin mit dem erstmals verliehenen Magus-Preis aus.

Bei dem mit 4000 Euro dotierten Wettbewerb wurden Gedichte, Essays oder Abhandlungen gesucht, die sich mit der Frage auseinandersetzen, was die poetische Sprache heute anders ausdrücken kann als Alltagsgespräche oder wissenschaftliche Texte.

Die Jury wertete Czernins Aphorismen “AESTHETICA. IN. NUCE. Eine Rhapsodie in Kabbalistischer Prose – und ein dialogischer Widerhall” als beste Antwort. Insgesamt beteiligten sich 175 Schriftsteller und Wissenschaftler aus dem gesamten deutschen Sprachraum an der “Magus-Preisfrage”.

Eine renommierte Jury entschied über die ihr anonym vorgelegten Beiträge. Ihr gehörten an: der Lektor Thorsten Ahrend vom Göttinger Wallstein Verlag, die Schriftstellerin Katharina Hacker aus Berlin, die Hochschullehrerin Eva Kocziszky aus Budapest und der Schriftsteller Peter Waterhouse aus Wien.

Die GWK verleiht den Preis am 15. Oktober im Rahmen des Magus Tages in Münster.

 

Magus-Tage

 

 

 

Preisgekrönt

sskduesseldorfDie Kunst- und Kulturstiftung Düsseldorf blickt in diesem Herbst auf 10 Jahre Düsseldorfer Literaturpreis, ehemals d.lit.-Literaturpreis, zurück. 10 Jahre in denen 10 herausragende, deutschsprachige Autorinnen und Autoren und ihre Werke ausgezeichnet wurden. Interview Hubert Winkels

Preisträger

2002 Patrick Roth 2003 Thomas Meinecke 2004 Christoph Peters 2005 Thomas Kling 2006 Katharina Hacker 2007 Jürgen Becker 2008 Ulrich Peltzer 2009 Ursula Krechel 2010 Norbert Scheuer 2011 Gisela von Wysocki

Programm

Mittwoch, 28. September 2011, 19:00 Uhr

Lesung:

Patrick Roth “Der Garten” aus seinem neuen Roman “SUNRISE. Das Buch Joseph”

Thomas Meinecke “Königsallee” aus seinem neuen Roman “Lookalikes”

Ulrich Peltzer “Der Teufel, möglicherweise” aus seinem im Entstehen begriffenen Roman

Katharina Hacker Ein Auszug aus ihrem neuen Roman “Eine Dorfgeschichte”

Gisela von Wysocki “Kurs der Himmelskörper” und “Salimon” aus einem neuen Buchprojekt.

Moderation: Dr. Hubert Winkels (Literaturkritiker und Jurymitglied)

Ursula März (Literaturkritikerin und Jurymitglied)

 

Donnerstag, 29. September 2011, 19:00 Uhr

Lesung:

Christoph Peters “Miniaturen” (unveröffentlichte Texte)

Thomas Kling † Frank Köllges liest bisher unveröffentlichte Texte

Norbert Scheuer “Wir haben uns versprochen, niemals diese Geschichte aufzuschreiben” (unveröffentlichter Text)

Ursula Krechel “Das Universum” aus ihrem im Entstehen begriffenen Roman “Landgericht, Gegenlicht”

Jürgen Becker “Was man uns sagte” (unveröffentlichter Text)

Moderation: Dr. Hubert Winkels (Literaturkritiker und Jurymitglied) Dr. Traudl Bünger (Redakteurin, Autorin und Literaturkritikerin)

 

22:00 Uhr Party im Salon des Amateurs mit Thomas Meinecke als DJ im Haus der Kunsthalle, Grabbeplatz 4, 40214 Düsseldorf keine Anmeldung erforderlich, siehe auch www.salondesamateurs.de

Düsseldorfer Literaturpreis

Sprunghaft

Nur etwa jeder zehnte Schriftsteller kann vom Schreiben leben, sagt Imre Török, Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller – und selbst Schriftsteller. (tagesspiegel.de)

Elfriede Jelineks „Winterreise“ hatte Premiere am Schauspiel Frankfurt.

Filmemacher Oskar Roehler («Elementarteilchen», «Die Unberührbare») hat seinen ersten Roman geschrieben – ein Familiendrama über drei Generationen.

Frage: Ihre Filme haben sehr unterschiedliche Handschriften. Wie haben Sie den Stil für das Buch gefunden?

Roehler: «Ich habe einfach in mich reingehört. Ich bin einem inneren Kompass gefolgt. Es ist überhaupt nicht schwer gewesen.»

Auf dem Sofa mit Sjón und Herta Müller
Eindrücke vom Bókmenntahátíð í Reykjavík (7. bis 11. September)

Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Osnabrück den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis an einen Autor, der sich in besonderem Maße für den Frieden eingesetzt hat. Tahar Ben Jelloun heißt der Preisträger in diesem Jahr. Am Freitag war die Verleihung im historischen Rathaus von Osnabrück.

 

Konstantin Wecker im Interview: „Einsamkeit hilft mir beim Schreiben“ (merkur-online.de)

 

Freitag, 23.09.2011, 18.00 Uhr // Literaturhaus Hannover

Peter Waterhouse erhält den Nicolas-Born-Preis 2011 des Landes Niedersachsen. Gleichzeitig wird Sabrina Janesch mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet.

Mit dem 15.000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis werden herausragende Autoren mit Bezug zu Niedersachsen ausgezeichnet. Der Nicolas-Born-Debütpreis fördert neue schriftstellerische Talente mit 10.000 Euro. Beide Literaturpreise werden auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission vergeben.

Im FR-Interview spricht Rafik Schami über die Chancen der Revolution und die Pflichten des Westens. Und er erklärt, wo die syrische Opposition zu finden ist.

 

Cornelia Funke ist in Hamburg und stellte heute ihren neuen Jugend-Roman vor. Der Bild-Zeitung gab sie auch ein Interview:

Warum schreiben Sie so gerne für Kinder?

Funke: „Weil man Kindern einen Satz gibt und sie eine ganze Welt daraus bauen. Und weil Kinder noch so viel leichter in jede Haut schlüpfen, die man ihnen gibt.“

 

 

 

 

Literaturfestival in Berlin (ilb)

Das elfte Internationale Literaturfestival in Berlin (ilb) findet in diesem Jahr von 7. bis 17. September statt. Die Veranstaltung steht im Zeichen “literarischer Vielfalt in Zeiten der Globalisierung” und bietet ein umfangreiches Literatur-und Kunstprogramm.
150 internationale KünstlerInnen treffen in der deutschen Stadt aufeinander und stellen ihre Werke vor. Neben bekannten AutorInnen präsentieren sich auch jedes Jahr NachwuchsautorInnnen erstmals dem Publikum.

Die teilnehmenden deutschsprachigen AutorInnen:

  • Marica Bodrožić [Deutschland, Kroatien]
  • Ludwig Fels  [ Deutschland ]
  • Günter Herburger  [ Deutschland ]
  • Peter Stephan Jungk  [ Österreich, Frankreich ]
  • Wolfgang Kubin  [ Deutschland ]
  • Melinda Nadj Abonji  [ Ungarn, Schweiz ]
  • Michail Schischkin  [ Russland, Schweiz ]
  • Raoul Schrott  [ Österreich ]
  • Ilija Trojanow  [ Bulgarien, Deutschland ]
  • Finn-Ole Heinrich  [ Deutschland ]
  • Peter Härtling  [ Deutschland ]
  • Axel Scheffler  [ Deutschland ]
  • Suse Weisse  [ Deutschland ]
  • Omar Akbar  [ Deutschland ]
  • Fadhil Al-Azzawi  [ Irak, Deutschland ]
  • Jakob Augstein  [ Deutschland ]
  • Patrick Bahners  [ Deutschland ]
  • Jeanette Erazo Heufelder  [ Deutschland, Ecuador ]
  • Philip Grassmann  [ Deutschland ]
  • Marie Luise Knott  [ Deutschland ]
  • Tienchi Martin-Liao  [ China, Deutschland ]
  • Aiman Mazyek  [ Deutschland ]
  • Peter Raue  [ Deutschland ]
  • Moritz Rinke  [ Deutschland ]
  • Antonia Baum  [ Deutschland ]
  • Yevgeniy Breyger  [ Ukraine, Deutschland ]
  • Charlotte Busch  [ Deutschland ]
  • Ulrike Draesner  [ Deutschland ]
  • Olga Galicka  [ Deutschland ]
  • Tino Hanekamp  [ Deutschland ]
  • Susanne Heinrich  [ Deutschland ]
  • Rebecca Horn  [ Deutschland ]
  • Marie Michael  [ Deutschland ]
  • Rick Reuther  [ Deutschland ]
  • Max Wallenhorst  [ Deutschland ]
  • Barbara Yelin  [ Deutschland ]

 

Open Mike, Niederrheinischer Literaturpreis, Arbeitsstipendien

Kathrin Schmidt, Tilman Rammstedt und Felicitas Hoppe sind die Juroren des Literaturwettbewerbs open mike 2011. Die Jury ermittelt beim Finale im November drei Gewinner und vergibt Stipendien in der Gesamthöhe von 7.500 EUR. Ein Preis wird für Lyrik vergeben, zwei für Prosa. Mehr als 700 Einsendungen waren zu verzeichnen. 120 davon enthielten Gedichte. Sechs Lektoren machen sich nun an die Arbeit und wählen aus den anonymisierten Einsendungen bis zu 22 Nachwuchsautoren aus, die dann ihre Texte in Berlin dem Publikum und der Jury präsentieren. Die taz-Publikumsjury verleiht einen Publikumspreis, der einen Abdruck des Gewinnertextes in der Tageszeitung beinhaltet. Darüber hinaus produziert Deutschlandradio Kultur ein Feature über den Wettbewerb, die Gewinner und ihre Texte. Bestandteil des Preises ist auch eine Lesereise im Anschluss an den Wettbewerb. Die Gewinner des open mike werden im November 2011 nach Frankfurt, Zürich und Wien eingeladen. Der Gewinn des Lyrik-Preises umfasst außerdem eine Aufnahme für die Website www.lyrikline.org, der Internetplattform für zeitgenössische Dichtung in Originalton, Originaltext und Übersetzungen. Zudem nehmen alle Teilnehmer der Endrunde des open mike an einem Workshop im Februar 2012 teil, bei dem sie die Möglichkeit haben, mit erfahrenen Autoren und Lektoren an ihren Texten zu arbeiten und wertvolle Informationen für den Start in den Literaturbetrieb zu erhalten. Die Wettbewerbstexte erscheinen im November als Anthologie im Allitera Verlag.

Literaturwerkstatt

Sascha Reh erhält den Niederrheinischen Literaturpreis 2011

Sascha Reh bekommt für sein Romandebüt „Falscher Frühling“ (Schöffling & Co. Verlag) den mit 10 000 Euro dotierten Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld 2011 verliehen. Die Jury zeigte sich überzeugt vom hohen erzählerischen Niveau, von der Reflexionstiefe und der artifiziellen Komposition des Romans, der gleichwohl einen eingängigen Ton anschlägt. Eltern-Kind-Dramen der Wirklichkeit und Familiendramen des Theaters sind in diesem Roman einschmiegsam miteinander verflochten und reflektieren einander. Der gebürtige Duisburger Sascha Reh lässt spüren, dass mit ihm ein Psychologe und Therapeut auf der Grundlage fundierten Wissens und beruflicher Erfahrungen schreibt. Der perfekte Aufbau und die stilistischen Variationen, mit denen die verschiedenen Figuren charakterisiert werden, nehmen sich aus wie ein sehr gut gearbeitetes, komplexes Stück Musik, das wie ein leichter Ohrwurm daherkommt. Sascha Reh arbeitet mit seinem ungemein welthaltigen Roman die Widerspruchs strotzende, prekäre Situation von Familien am Anfang des 21. Jahrhundert auf, aber auch die Dilemmata der Theaterwelt und deren Wurzeln in den 1970er und 1980er-Jahren.

Sascha Reh ist 1974 geboren, hat Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft in Bochum und in Wien studiert. Er lebt mit seiner Familie seit 2008 in Berlin. Für seine Erzählungen „Tief stehen“ und „Das System Schablonski“ wurde er 2004 und 2008 mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet, 2005 mit dem Literaturpreis Prenzlauer Berg. Ein Stipendium im Literarischen Colloquium Berlin erhielt er 2007, 2009 ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas/Arenshoop. Derzeit arbeitet Reh an seinem zweiten Roman, der das Auseinanderbrechen einer Bankiersfamilie in der Zeit nach der Finanzkrise behandelt. Der Niederrheinische Literaturpreis der Stadt Krefeld wird seit 1992 vergeben.

Die bisherigen Preisträger sind: 1992 Andreas Mand, 1993 Hubert Schirneck, 1994 Herbert Genzmer, 1995 Professor Dr. Werner Ross, 1996 Herbert Sleegers, 1997 Robert Steegers, 1998 Gisbert Haefs, 1999 Christoph Peters, 2000 Elke Schmitter, 2001 Ulrich Peltzer, 2002 Dieter Wellershoff, 2003 Anja Lundholm, Reinhard Kaiser, 2004 Burkhard Spinnen, 2005 Dieter Forte, 2006 Paul Ingendaay, 2007 Norbert Hummelt, 2008 Martin Heckmanns, 2009 Markus Orths, 2010 Dr. Reinhard Feinendegen, Dr. Hans Vogt.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede wird Reh den Preis am 11. Dezember in der Krefelder Mediothek überreichen. Der Jury, die sich einstimmig für Sascha Reh entschied, gehören an: die Verlegerin Dr. Renate Birkenhauer, der Schriftsteller Peter Klusen, der Literaturkritiker Jens Dirksen, die Literaturwissenschaftlerin Waltraud Fröchte und – als „geborenes“ Mitglied – der Krefelder Kulturdezernent Roland Schiffer.

Stadt Krefeld

 

Arbeitsstipendien in Höhe von insgesamt 41.000 Euro hat die nord­rhein-westfälische Landesregierung in diesem Jahr an Schriftstellerin­nen und Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen vergeben. Aus 45 Bewerbungen wurden von einer Jury zehn Autorinnen und Autoren für die mit jeweils 4.100 Euro dotierten Stipendien ausgewählt: Gunther Geltinger aus Köln, Agnes Hammer aus Düsseldorf, Marjaleena Lembcke-Heiskanen aus Greven, Ruth Löbner aus Mönchengladbach, Jan Skudlarek aus Müns­ter, Stefan Sprang aus Essen, Jan Stressenreuther aus Köln, Monika Walther aus Dülmen-Hiddingsel, Christoph Wenzel und Sigrid Zeevaert aus Aachen. Das Stipendium sei eine Auszeichnung, die zudem eine Empfehlung für die Geförderten bei Verlagen oder für Lesungen darstelle. Die Stipendiatinnen und Stipendi­aten bekommen jeweils 1.025 Euro für die Monate Juli bis Oktober dieses Jahres. Die Arbeitsstipendien des Landes Nordrhein-Westfalen sol­len Schriftstellerinnen und Schriftstellern helfen, sich bei der Fertigstel­lung eines längeren Werkes ganz auf ihre künstlerische Tätigkeit zu konzentrieren.

 

 

 

 

 

 

Im Interview: Jussi Adler-Olsen

Im Interview spricht Jussi Adler-Olsen über seine Kindheitserfahrungen mit psychisch Kranken, seine Verbindung zu Deutschland und seinen neuen Thriller ›Erlösung‹.

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